Einblicke & Ausblicke

Wie sag ich's?   
 Für ein konstruktives Miteinander
!

In den kurzen Beiträgen geht es um praktische Beispiele aus dem Alltag einer Beraterin und Trainerin über erlebte Missverständnisse und schwierige Situationen. Hier gebe ich konkrete Anregungen für Verhaltensmöglichkeiten, wie mit Respekt, Wertschätzung, Humor und (angeleitetem) Erfahrungsaustausch einfühlsame Kommunikation und konstruktive Intervention möglich sind.

Über Ergänzungen und diskussionsfreudigen Austausch freue ich mich jetzt schon! Beiträge, die nicht veröffentlicht werden sollen, bitte entsprechend anmerken!

Themen:

Feedback






Ansichten & Einsichten  87

Nach jedem Workshop oder Seminar bitte ich die Teilnehmenden zu reflektieren, was sie erlebt haben. Ich empfehle ihnen nachzudenken, welche Anregungen sie für ihre zukünftige Arbeit hilfreich finden und was davon sie vorausichtlich praktisch umsetzen können. Dabei ist auch die persönliche Entwicklung ein Thema. Seit Mitte der 80er Jahre versuche ich, eine für mich passende Übersetzung für das Wort „Feedback“ zu finden. Dieses Wort ist schon so in unserem Sprachgebrauch verankert, dass wir gar nicht mehr darüber nachdenken, was es bedeutet. Deswegen können viele Menschen damit nicht wirklich etwas anfangen. Auch für mich war das jahrelang eine schwierige Aufgabe. Wie so oft ist es gar nicht so einfach, ein Wort aus einer Fremdsprache mit einem  Wort aus der eigenen Sprache zu übersetzen. Daher ist es für mich unumgänglich, das Wort "Feedback" immer wieder ausführlich zu „umschreiben“ und damit zu konkretisieren. Feedback bedeutet: ich beschreibe meinen Eindruck von einer bestimmten Situation oder dem Verhalten einer Person. Beschreiben bedeutet, dass wir die eigene Sichtweise – wertfrei – vermitteln, damit sich die andere Person von einer Situation oder dem Verhalten eines Mitmenschen ein konkretes Bild machen kann. So entsteht Verständnis für unterschiedliche Blickwinkel und Sichtweisen. Darüber hinaus hilft es den Teilnehmenden zu üben, sich konkret auszudrücken.

Ansichten & Einsichten  86

Feedback wie?
Was den persönlichen Bereich im privaten Rahmen anlangt ist auf jeden Fall abzuklären, ob es überhaupt erwünscht ist.  Leitende Personen sollten freilich jederzeit angemessen Feedback geben, dafür aber sowohl den passenden Ort als auch den richtigen Zeitpunkt wählen.     Jede Person hat das Recht, klar und ohne Verschleierung zu erfahren, wie sie von der jeweils anderen Person gesehen wird. Und zwar begründet und partnerschaftlich. Das heißt, dass die eigene Sichtweise für die andere Person nachvollziehbar sein soll: welche meiner Beobachtungen aus welchem Blickwinkel begründen meine Aussage? Feedback soll beschreiben und nicht bewerten. Damit die andere Person nicht auf Vermutungen angewiesen ist, soll diese Beschreibung präzise und detailliert sein. Feedback wird nur dann angenommen, wenn die andere Person eine wohlwollende Gesinnung dahinter spürt. Jeder Versuch, die andere Person mit einem Feedback kleiner zu machen oder zu „bestrafen“ – egal ob bewusst oder unbewusst –, macht aus dieser Rückmeldung eine feindselige Handlung. Feedback verdient diese Bezeichnung nur dann, wenn es dazu da ist, die andere Person „größer“ zu machen.     Gerne lade ich Interessierte dazu ein, beim kommenden  Stammtisch am 27. November ab 18.30 gemeinsam Praxisbeispiele zu diskutieren, die in den Seminaren von Teilnehmenden entwickelt wurden.

Stammtisch (kostenfrei)
für alle Interessierten: Erfahrungsaustausch, Diskutieren und Netzwerken bei Speis und Trank. Die Themen bestimmen die Teilnehmenden.

Ansichten & Einsichten  85

Während des Seminars „Schwierige Situationen konstruktiv meistern“   taucht bei einem konkreten Beispiel die Frage auf: "Was soll ich denn in   so einer Situation tun? Ich habe doch keine andere Wahl, als…" Um verschiedene andere Möglichkeiten aufzuzeigen, lade ich die Teilnehmenden zu einem Test ein. Dieser Test macht sichtbar, welche Verhaltensmuster sich jede Person durch Vorbilder und eigenes Erleben – meist unbewusst – antrainiert hat. In der Folge kann ich bei der Auswertung dieses Tests anschaulich erklären, wie wir erkennen können, welche Reaktionen sinnvoll und wirksam sind. Obwohl wir also allesamt aufgrund unserer Biografie zu einer bestimmten Verhaltensweise neigen, bestimmen wir doch selbst, welche der persönlichen Möglichkeiten wir in der jeweiligen Situation nutzen. Ganz im Sinne von Viktor Frankl: "Menschliches Verhalten wird nicht von Bedingungen diktiert, die der Mensch antrifft, sondern von Entscheidungen, die er selber trifft.


Ansichten & Einsichten  84

Was tun wenn‘s drunter und drüber geht?
 In einer Beratungssituation mit einem Paar wird eine problematische Situation geschildert: Abendessen-Zeit, drei Kinder im Vorschul- und Volksschulalter sind schon müde und daher etwas „überdreht“. Die berufstätigen Eltern wollen in aller Ruhe mit ihnen essen. Plötzlich ein Schrei aus der Küche, lautes Schluchzen der Mutter. Die Schüssel mit dem frisch gekochten Essen ist ihr aus der Hand gerutscht und das heiße Essen liegt mitten in den Scherben am Küchenboden. Die beiden schildern sehr deutlich diesen für sie schrecklichen Abend und fragen mich, wie sie sich in so einer Situation besser verhalten könnten. Solche Situationen kenne ich durchaus. Für mich als Frau war immer fein: mein Ehemann nimmt mich in seine Arme und hält mich einige Augenblicke fest. Dann säuberten wir die Küche und aßen alle gemeinsam Butterbrote, wenn sonst nichts zu finden war. Die Frau reagiert auf diese Möglichkeit sehr positiv: „Ja das wäre für mich fein und gerade richtig!“ Der Partner meint darauf: „Gerade in so einer Situation kann ich dich nicht umarmen.“
Was würden Sie tun? Ich freue mich auf Anregungen!

Rückmeldungen

Sylvia Klein
"In solch einer Situation wäre es für mich absolut unangenehm, wenn jemand mich lieb umarmen wollte. Da käme ich mir vor wie "ach, du Dummerchen..." und es würde mich mega nerven. Da muss ich selbst "Action" machen, schnell eine Lösung realisieren."

Lotte Miksch
"Spannende Frage, was sich in einer Familie abspielt, wenn etwas schief geht. Da gibt es natürlich sehr viele Möglichkeiten, wie die Mutter das Beste aus der Situation macht. Sie könnte sich einfach vor die wartende Familie stellen und ihnen das Missgeschick mitteilen. Dann ist die Reaktion sicher, dass gemeinsam eine Lösung gesucht wird. Sie wird sogar getröstet und ein einfaches Essen wird auch gut schmecken. Leider findet so eine Lösung nur selten statt. Viel wird geweint, geschrieen und  Zorn spielt ebenfalls mit hinein. Auch wenn der Partner alles huldvoll herunterspielt, nützt das nicht immer. Die Überlastung der Personen ist da sicher auch schuld. Und die Kinder sind die Leidtragenden."

Ansichten & Einsichten  83

Worum geht’s?

Nach dieser Einstiegsfrage in einem Coaching-Prozess erhalte ich oft viele verwirrende Informationen. Um dahinter zu kommen, worin das eigentliche Bedürfnis besteht, braucht es viele weitere Fragestellungen und Geduld von beiden Seiten. Immer wieder ist dabei meine Erkenntnis, dass eine Vorstellung, wie es sein soll, viele andere Möglichkeiten verhindert. Unter dem Motto „Das Ziel ist im Weg“ biete ich dann andere Blinkwinkel und Sichtweisen für eine Klärung der eigentlichen Bedürfnisse an. So kann es gelingen, dass sich neue Aspekte, worum es wirklich geht, auftun. Damit wird der Weg klar und kann frohen Mutes zum jetzt passenden Ziel beschritten werden. Unter dem beliebten Motto: Der Weg ist das Ziel!

Rückmeldung

Ernst Fortunits
"Ich merke dazu an und spreche dahingehend ein Lob aus,  dass die Lernportionen wohldosiert sind, sehr kompakt, übersichtlich und (vor allem) verständlich. Dass sich alles auf "Das Ziel ist im Weg" zuspitzt, wirkt auf mich überraschend. (Dennoch ist es schlüssig.) Mit diesem Schlüsselsatz geht alles schneller auf. DANKE für den nicht unwichtigen Hinweis."


Ansichten & Einsichten  82

Bei der Arbeit mit Menschen haben wir die Aufgabe, einen angstfreien Raum zu schaffen. Erst dann kann alles gesagt und ohne Beschränkung auch ausprobiert werden. Das Führen und Anleiten von Menschen braucht besondere Energie und Kraft. Statt zu bewerten oder zu beurteilen geht es immer um Wertschätzung sich selbst und anderen gegenüber. Dabei ist es hilfreich auch anzuregen, manchmal den Intellekt auszuschalten, wenn er verneint: „Das kann ich nicht!“, „Das gehört sich nicht!“, „Das geht doch nicht!“. Wer den eigenen Impulsen folgen und sich in die Regionen der Intuition vorwagen will, braucht eine Grundatmosphäre von Vertrauen, auch zu sich selbst. Selbstreflexion JA, Selbstkritik NEIN. Liebevoll motivierende Betrachtung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten ist ein wichtiger Baustein am Weg zur beruflichen Qualität und damit zum Erfolg.

Ansichten & Einsichten  81

In einem Moderationstraining ist eine der wesentlichen Fähigkeiten, die erlernt werden sollen, die Technik des Fragenstellens. Während so einer Übungssituation mühen sich die Teilnehmenden oft sehr, um elegant zu formulieren. Die Sätze, die dabei entstehen, klingen dann oft hochtrabend und umständlich. Dadurch wissen die Befragten nicht, was genau sie antworten oder diskutieren sollen. Gabriele Kössler sagt in diesem Fall gerne: Akademische Fragen bringen akademische Antworten und die sind nicht sehr hilfreich zur Umsetzung. Ihre Anregung ist dann: „Sag grad heraus, was willst denn wissen?“ Meist kommt dann eine klare und schlichte Frage. Eine solche Frage wird verstanden und kann daher gut beantwortet werden. So kommt es anschließend auch zu konkreten Ergebnissen.

Ansichten & Einsichten  80

Während eines Beratungsgesprächs ist es wichtig, genau   hinzuhören und die jeweiligen Aussagen ernst zu nehmen. Es gilt dabei zu   klären, was mit bestimmten Begriffen gemeint ist, denn jeder Begriff   ist mit persönlichen Erfahrungen belegt. Um für mich klarzustellen, worum es   wirklich geht, versuche ich, mit anschaulichen Beispielen aus meiner   Erfahrung Geschichten zu erzählen.   Das sind manchmal Ereignisse aus dem eigenen Leben oder Erlebnisse   anderer Personen in ähnlichen Situationen. Damit rege ich die   Erfahrungen der Rat suchenden Person an und kann damit ein dahinter   liegendes Bedürfnis erspüren. Es ist immer wichtig, darauf zu achten, was gemeint ist, und nicht zu vermuten, worum es meiner Meinung nach geht.

Ansichten & Einsichten  79

Wirksame Intervention während eines Seminars.
Während einer Kleingruppenarbeit saß ein Teilnehmer etwas entfernt von den beiden anderen und telefonierte. Wir hatten am Beginn des Seminars vereinbart, dass Mobiltelefone abgeschaltet oder stumm geschaltet sind. Es soll nur in den Pausen oder außerhalb des Seminarraums telefoniert werden. Ich bemerkte, dass die beiden auf den Kollegen warteten, damit er sich zu ihnen gesellte, um die gemeinsame Aufgabe zu bearbeiten. „Er fehlt Ihnen?“ war meine Frage. Ich bekam damit die Aufmerksamkeit des Telefonierenden. Seine Botschaft war, dass er auf seinem Arbeitsplatz wichtig und unabkömmlich sei. Dazu meinte ich, dass es möglicherweise sinnvoll wäre, nicht an einer Weiterbildungsveranstaltung teilzunehmen, wenn er an seinem Arbeitsplatz so dringend gebraucht wird. Zu meiner Überraschung schaltete er das Telefon ab und arbeitete bis zum Seminarende konzentriert und engagiert mit.

Rückmeldungen

Sylvia Klein
"Diese Antwort von dir in dem Beispiel ist super! Das erinnert mich daran, dass ich einmal mehrere in einem Kurs hatte, die ständig, kaum dass die Pause da war, zu telefonieren begannen. Dies will ich dir hier gerne schildern: Ich sagte den gesamten Studierenden nach so einer Pause, dass ich mich freue und geehrt fühle, dass ich so wichtige, im Unternehmen gefragte Persönlichkeiten unterrichten darf, die sich nicht einmal eine Sekunde Pause für sich selbst gönnen können. Ab der nächsten Pause stürzten sie nicht mehr sofort mit dem Handy weg, sondern blieben zumindest einige Minuten noch plaudernd im Kursraum und waren während den Kursstunden viel aktiver dabei. Deine Beispiele sind immer sehr, sehr gut und wunderbar spannend geschrieben!! Großartige Idee!!!"

Irmi Novak
"Diese Intervention war richtig und – wirklich wirksam. Manchmal geht es mir in einem meiner Mal-workshops auch so… Nur, dass ich noch nicht gebeten hab, die Mobs abzuschalten… Vielleicht überleg ich mir das auch noch."

Christof Rossbacher
"Schöne Kurzintervention! Gefällt mir. War für die betreffende Person sicher überraschend und gleichzeitig wertschätzend, obwohl sein Verhalten sicher gestört hat."

 

Ansichten & Einsichten  78

 

Worum geht’s?
              
Es   ist irgendwie kein Weiterkommen. Dies ist nun mein dritter Arbeitsplatz   nach meinem Studienabschluss. Nach einigen Jahren bemerke ich auch hier   wieder: das ist es nicht. Meine Arbeit ist weder zu herausfordernd noch ist sie sehr unangenehm. Aber ich hätte gerne eine berufliche Aufgabe, die mich ausfüllt und die mir wirklich Freude macht, wo ich also jeden Tag mit Begeisterung hingehe."
Ich frage nach früheren Träumen und lustvollen Erlebnissen in Kindheit und Jugend. Wobei und wie war die Lebensfreude spürbar? In unserem Coachingprozess wird erkennbar, dass durch familiäre Vorgaben und Vorbilder ein sicherer Arbeitsplatz ganz wesentlich ist; auch dem Kunden selbst ist das durchaus wichtig. Gemeinsam klären und entdecken wir, welche Talente und vielfältige Interessen vorhanden sind. Ganz wichtig dabei ist es, den Unterschied zu spüren zwischen „was will ich selbst“ oder „was sollte ich wollen“. Deshalb empfehle ich, zusätzlich auch das Seminar mit systemischer Aufstellung bei meiner Kollegin Johanna Rasch (johannarasch.com) zu besuchen. Dieses Seminar ist hilfreich für Personen, die in beruflichen Situationen Klarheit, Stärkung und neue Ressourcen für weitere Schritte finden wollen.


Rückmeldungen

Sabine Schöffberger
"Klar ist mir seit langem, dass ich mich derzeit nicht wirklich wohl fühl in meinem Beruf, klar ist, dass ich im Umbruch bin (wieder mal) und mit diesem deinem Newsletter - ist mir jetzt auch klar, dass ich Hilfe mit Coaching bekommen könnte, wenn ich es zulassen würde und mich bei dir melde oder - DANKE für den Tip bei Johanna!"


Ansichten & Einsichten  77


Gemeinsam listen wir beim Seminar „Verschlucken oder explodieren?“ Situationen auf, die wir erlebt haben. Anschließend erarbeiten wir mit praktischen Übungen sehr persönliche Strategien für die einzelnen Teilnehmenden. Gerne leite ich dabei Diskussionen an, wobei ich immer wieder erlebe, dass die eine oder andere Person  mit heftigen emotionalen Beiträgen überfordert ist. Wir üben daher, wie mit unterschiedlichen Standpunkten umgegangen werden kann. Zuhören und sich für die Gründe der jeweiligen Meinung einer anderen Person zu interessieren, ist der Schlüssel für ein konstruktives Miteinander. Weder Schreien noch Schweigen ist dabei hilfreich. Wir üben, wie mit einer klaren Haltung ruhig und bestimmt die eigene Ansicht vermittelt werden kann. Für die Personen, die versichern, dass sie üblicherweise gar nichts sagen (können), wenn die Diskussion laut und heftig wird, bringe ich anschauliche Beispiele aus meiner Praxis. Anschließend zitiere ich mein politisches Vorbild Johanna Dohnal: „Aus taktischen Gründen zu schweigen, hat sich immer noch als Fehler erwiesen.“ Für mich als Trainerin ist es wichtig, dass sich alle Teilnehmenden ein persönliches Repertoire für den Alltag erarbeiten können.




Ansichten & Einsichten  76


Worum geht’s?
              
“Ich beginne demnächst in der Verkaufsabteilung einer Firma. Ich möchte nicht gleich am Anfang Fehler machen. Was soll ich bei Verkaufsgesprächen besonders beachten?"
              
Ich frage den Kunden sowohl nach seinen eigenen Erfahrungen als Verkäufer als auch nach seinen Erlebnissen als Kunde. Bei „Mustergesprächen“ werden in der Videoanalyse einige persönliche Unsicherheiten sichtbar. In der Folge versuchen wir herauszufinden, wie es gelingen kann,
auf ganz persönliche Art überzeugend und damit erfolgreich zu sein. In der Kommunikation mit anderen gibt es kein sicheres Konzept. Das Wichtigste dabei ist, nicht nur an den Abschluss zu denken, sondern vor allem einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Das bedeutet, dass ich, wenn ich auch nicht sofort erfolgreich bin, damit doch für eine jahrelange Kundenbindung sorgen kann. Zuhören und die Bedürfnisse der anderen Person erfassen zu können ist dabei ein wesentlicher Bestandteil eines guten Gesprächs. Wenig hilfreich ist es, gedanklich den eigenen Vorteil, die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

Meine Anregungen werden von ihm so zusammengefasst:
- Beziehung herstellen
- zuhören und nachfragen
- Vorteile für Kunden sichtbar machen
- nicht auf Abschluss drängen
- Gespräch zusammenfassen und gut abschließen


Liebe Leserinnen und Leser,
Nächstes Praxistraining „wie sag ich’s? – überzeugend diskutieren“
Samstag, 14. September 2019, 09.30 – 18.00 Uhr

Mit herzlichen Grüßen
Ina Biechl und Team

Ansichten & Einsichten  75

Worum geht’s?

 “In unserer Firma gibt es in  letzter Zeit ständig Veränderungen und ich merke an den Reaktionen der Mitarbeitenden, dass sie nicht bereit sind, diese Veränderungen mitzutragen. Was kann ich tun?“
Bei genauerem Nachfragen bestätigt  die Kundin, dass diese ablehnende Haltung sowohl verbal geäußert wird als auch  insgeheim spürbar ist. Beide wissen wir, dass Veränderungen irritieren können.  Als Führungsperson ist der Kundin klar, dass es ihre Aufgabe ist, die neuen  Arbeitsabläufe plausibel zu erklären. Auf jeden Fall ist es erforderlich, die  Widerstände dringend zu beachten. Wichtig ist, die Reaktionen nicht  persönlich zu nehmen. Sie kann meine Anregung annehmen, dass sie als leitende  Person die Veränderung verstehen und gut begründen können muss. Mit  durchdachten Argumenten ist die Akzeptanz bei allen Beteiligten zu erreichen.  Es ist jedoch nicht erforderlich, alle Details umfassend zu besprechen. Die  eigene Sicherheit, die ich ausstrahle, genügt, damit die Mitarbeitenden  motiviert sind und meinen Anweisungen folgen können.


Liebe Leserinnen und Leser,
das institut ina biechl ist auch im Sommer (siehe trainingskompetenz aktuell 2019-5) aktiv  und ich freue mich über jede Kontaktnahme.

Mit den Ansichen & Einsichten mache ich jedoch eine Sommerpause.

Ich wünsche einen schönen und erholsamen Sommer!

Mit herzlichen Grüßen
Ina Biechl und Team

 

Ansichten & Einsichten  74

 

„Wieso wirke ich jetzt überzeugend?“
  Bei der Reflexion nach einem Rollenspiel im Rahmen des Seminars „Meinen Impulsen vertrauen“ fragt das ein Teilnehmer die anderen in der Runde. In der gemeinsamen Diskussion wird klar, dass der Kollege von dem überzeugt war, was er gerade eben vermittelte. Auf Nachfrage gibt er zu, dass er in einer ähnlichen Situation bei einem Gespräch mit seinen Mitarbeitenden anders agierte. Seine Vorstellung damals war, dass von ihm, dem Chef, erwartet wird, auf eine bestimmte Art Anweisungen zu geben. In der entspannten Atmosphäre hier und jetzt kann er ganz auf seine Impulse vertrauen. So wirkt er überzeugend und vertrauenswürdig. Die Erkenntnis aller in dieser Gruppe ist: nicht an den gesprochenen Worten, sondern vor allem an der Körpersprache wird die Einstellung dahinter sichtbar. Wenn diese nicht mit meiner persönlichen Meinung übereinstimmt, irritiert das. Wenn ich von dem überzeugt bin, was ich sage, wird es über die Körpersprache sichtbar und gibt den Mitarbeitenden Klarheit und Sicherheit. Je authentischer wir sind, desto verständlicher können wir andere anleiten und führen.


Ansichten & Einsichten  73


Worum geht’s?
              
„Mich nervt meine Mitarbeiterin. Sie ist so schlampig.“
Der Beitrag einer Kollegin beim letzten Stammtisch lässt mich neugierig fragen: „Was genau meinst du mit 'schlampig'?“
Sie schildert nun sehr ausführlich, wie ungeschickt ihre Mitarbeiterin ist und meint, dass es ihr trotz mehrmaliger Versuche nicht gelungen sei, eine Ware in Geschenkpapier einzupacken und mit einer passenden Schleife zu versehen. Beim Verkaufen sei sie außerordentlich kundenfreundlich und geschickt, wäre ein richtiger Sonnenschein und sehr tüchtig. Um so weniger verstehe sie, dass sie unfähig ist, ein Päckchen zu machen, wo das doch ganz einfach ist. Sie habe ihr ohnehin genau gezeigt, wie sie dabei vorgehen muss.
Gleich diskutiert die ganze Gesprächsrunde ausführlich mit. Bedingt durch verschiedene Blickwinkel und Erfahrungen werden unterschiedliche Möglichkeiten angeboten, wie die Kollegin vorgehen könnte.
Gemeinsam kommen wir zum Schluss, dass es eben Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten gibt und dass diese Mitarbeiterin offensichtlich eher eine kommunikative als eine feinmotorische Begabung hat. Unsere Empfehlung: sie sollte so eingesetzt werden, dass es für den Betrieb sinnvoll ist.

Nächste Gelegenheit zum Austauschen von Erfahrungen ist beim Stammtisch
am 29. Mai 2019 ab 18.30. Ich freue mich schon auf eine lebendige Diskussion!

 


Ansichten & Einsichten  72

 

„Jetzt verstehe ich erst, was du gemeint hast“, war der erstaunte Ausruf einer Teilnehmerin während eines Kommunikationstrainings. Spontan hatte ich zuvor eine Übung angeregt, weil ein Teilnehmer durch seine Äußerung bemerkbare Aufregung in der Gruppe ausgelöst hatte. Ich nenne diese Übung „Aktives Zuhören“. Andere Trainerinnen oder Trainer benennen sie auch mit „Kontrollierter Dialog“. Im Wesentlichen geht es darum, genau hinzuhören und dabei verstehen zu wollen, was die andere Person mir mitteilen möchte. Üblicherweise formulieren wir unsere Antworten schon bevor unser Gegenüber die eigene Meinung ausführlich dargestellt hat. Uns genügen bereits ein paar Worte, damit wir zu wissen glauben, was gemeint ist. Beim "Aktiven Zuhören" ist es die Aufgabe jeder der beiden Kontrahenten, genau hinzuhören und dann mit eigenen Worten das Gehörte zusammenfassend wiederzugeben, bevor noch eine Reaktion „erlaubt“ ist. Es geht dabei darum, dass beide Personen respektvoll mit ihren unterschiedlichen Aussagen umgehen lernen. Es gibt immer einen Grund für eine spezielle Meinung. Auch wenn ich diese Meinung nicht teile, kann ich für mich klären, wie die andere Person zu dieser Meinung gekommen ist -  ganz im Sinne Voltaires: "Du bist  anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen."

Ansichten & Einsichten  71

Worum geht’s?

 In letzter Zeit passiert es mir immer wieder, dass mich andere Personen richtig mundtot machen. Ich möchte gerne auf Provokationen schlagfertig antworten können.
            
Können Sie mir konkrete Beispiele nennen?

„Du hast ganz falsche Ansichten!“ „Mit dir kann man ja gar nicht vernünftig reden!“ „Fürchtest du dich nicht auch vor der Parallelgesellschaft?“ „Wie kannst du nur mit so einer Person sprechen?“ - Wie kann ich denn auf solche Aussagen reagieren?

Es gibt keine einfachen Antworten. Auch eingeübte Sätze helfen nicht, um gut reagieren zu können. Jeder Mensch hat einen Grund für eigene persönliche Ansichten, Meinungen und Erfahrungen. Die damit verbundenen Gefühle sind der Hintergrund für die persönliche Sicht. Manchmal sind solche Provokationen der – unbewusste – Wunsch, für sich selbst eine passende Meinung zu finden. In einer bezweckten heftigen Diskussion scheint dies möglich. Das bedeutet, die Meinungen anderer ernst zu nehmen und nicht zu bewerten oder zu beurteilen. Besser ist es, genauer nachzufragen. "Warum meint die andere Person, dass eine andere Sicht der Dinge besser wäre?" "Was heißt in diesem Fall vernünftig zu reden?" " Was verstehst du unter Parallelgesellschaft?"

Wenn ich solche Aussagen von anderen ernst nehme, aber nicht als persönlichen Angriff interpretiere, gelingt es, ein konstruktives Gespräch zu führen. Manchmal genügt es, überrascht und fragend zu schauen, um die andere Person zu animieren, sich konkret und konstruktiv zu erklären. Wenn ich mir zum Thema schon eine Meinung gebildet habe und mein Gegenüber davon überzeugen möchte, bietet sich an, deutlich zu sagen: „Ich sehe das anders und kann das auch begründen“.






















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