Episoden aus meinem Leben

122 Splitter - Ich bitte um einen aussagekräftigen Titel

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Ich freue mich über jeden Titel oder Kommentar und über jede Person, die künftig die Splitter regelmäßig erhalten will. Bitte alles an: egon.biechl@drei.at senden. Kommentare nur für mich privat bitte als solche kennzeichnen.



Es sind ein paar Tage nach dem gefühlsbetonten Zusammentreffen zwischen der Frau, die ich mittlerweile schon von Herzen verehre, und mir vergangen. Sie ist frisch "entheiratet", wie sie sich ausdrückt. Ich lebe in Scheidung. Die gesetzliche Frist dafür beträgt in meinem Fall drei Jahre, die gerade erst begonnen haben.

 Diese Situation lässt nicht viel Handlungsspielraum für das Streben nach einer gemeinsamen Zukunft, welches bei mir bereits ganz intensiv besteht, bei meiner Auserwählten jedoch - wenn überhaupt - in weiter Ferne liegt. Ich akzeptiere das, verzichte aber nicht darauf, meine Entschlossenheit zu unterstreichen, indem ich ihr ein kleines aufklappbares rotgüldenes Medaillon schenke. Das Besondere dabei ist, dass ich es nicht eilends gekauft habe. Es ist ein Erbstück meiner Mutter und neuerdings bestückt mit einem kurzen, aber wohlüberlegten Liebesbrief an meinen Schatz. Und tatsächlich: sie nennt es "Verliebungskette". Grundsätzlich soll diese meinen festen Willen für eine gemeinsame Zukunft zu zeigen, denn gleichzeitig wage ich, ganz vorsichtig einen Heiratsantrag zu machen und um ihre Hand anzuhalten.


Ich bemerke ganz deutlich, dass meine Zuneigung auf Gegenliebe stößt. Ich bemerke sogar, dass sie in mich verliebt ist. Offensichtlich scheut sie sich gerade deshalb, eine längerfristige Entscheidung zu treffen. Außerdem ist gegen ihr Argument, ich wäre immer noch verheiratet, nichts einzuwenden. Ich nehme also ihre Entscheidung zur Kenntnis. Es tut ohnehin meiner romantischen Beziehung zu ihr keinen Abbruch. Ich rede einfach nicht mehr, nie mehr davon.

Verliebungskette

Verliebung

Ich brauche auch mehr als drei Jahre, um ihre Meinungsänderung zu bemerken. Erst als sie deutlicher wird und mir zu verstehen gibt, sie könne nicht einmal bei meinem Begräbnis mitreden, wenn sie nicht mit mir verheiratet wäre, geht mir ein Licht auf. Wir planen also, uns zu verehelichen.

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Verlobungsring

Verlobung
Hochzeitskette

Hochzeit

Meine Scheidung wird im Juni 1992 rechtsgültig. Im November dieses Jahres fliege ich beruflich nach Bahrain. Dort gefallen mir die Schmuckstücke in Rotgold, das ich gegenüber dem bei uns in Österreich üblichen Weißgold bevorzuge. Ich nütze daher die Gelegenheit, für meine künftige Frau ein 21-karätiges Armband zu kaufen. Bei meiner Rückkunft kann ich sie damit außerordentlich überraschen. Noch bevor sie es umlegt, bezeichnet sie es als ihren "Verlobungsring", was wiederum mich sehr beeindruckt.

Der 30. Juli 1993 ist für unsere Hochzeit vorgesehen. Ein Monat vorher bin ich wieder in der Gegend, wo es Schmuckstücke in Rotgold zu kaufen gibt. Diesmal kaufe ich in Deira, der Hauptstadt des Emirats Dubai eine Halskette. Meine Frau erhält sie zur Hochzeit. Daher rührt die Bezeichnung "Hochzeitskette".

Meine liebe Frau ist entzückt beim Umlegen und ich bin beglückt über ihre Begeisterung damals und heute.


kostenfrei
Das ist das Feedback zu dieser Episode:
Titel-Tipps:

Antal:
„Manchmal ist doch alles Gold, was glänzt !"
Hannelore:
„Goldige Zeiten"
Fritz:
„In jeder Beziehung ein Goldjunge"
„Über Gold zur liebsten Frau"
„Die Eroberung geht über Gold"
Brigitte:
„Verliebungskette und Hochzeitskette"
„Goldstücke für mein Goldstück"

 

Kommentare (autorisiert):

Hannelore:
„Schmuck hat eine Frau schon immer erfreut. Schön, dass es noch Kavaliere wie Dich gibt, die zwar einen weiten Weg gemacht haben, aber auch angekommen sind."
Trude:
„Es freut mich, dass Du mit Deiner 2. Frau so glücklich geworden bist. Oft braucht es eben einen neuerlichen Anlauf, um dann die richtige Frau zu finden. Dir ist das gelungen. Wünsche euch alles Gute."