Episoden aus meinem Leben

150. Splitter - Ich bitte um einen aussagekräftigen Titel

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Ich freue mich über jeden Titel oder Kommentar und über jeden, der künftig die Splitter regelmäßig erhalten wollen. Bitte alles an: egon.biechl@drei.at
Kommentare nur für mich privat bitte als solche kennzeichnen.




Wie mache ich mich angenehm bemerkbar? Mit einem Lächeln! Das ist meine Marketing-Strategie als Baby. Ich bin erfolgreich und damit auch Grund zur Freude für meine Mutter, meinen Vater und jeden, der mich zu Gesicht bekommt. Beim Heranwachsen wächst auch meine Geltungsdrang. Je nach Alter und Situation zeige ich, was ich kann und was in mir steckt. Es ist ganz einfach. Ich zeige schulische Talente und vollbringe körperliche Bravour-Leistungen. Sogar Fehltritte und Pflichtverletzungen kann ich durch Beichten ohne öffentliches Bekenntnis und damit ohne großes Aufsehen für die Umwelt und vor allem ohne negative Folgen für mein persönliches Bewusstsein loswerden.

Egon-Baby

Speziell für mein Leben im Kloster ist das perfekt!
Als ich mit 27 Jahren die Mönchs-Kutte ablege und für Produktionsfirmen im Verkauf arbeite, kann ich bald recht gut verkaufen, das Marketing machen andere. Ich möchte dafür nicht auch noch verantwortlich sein.
Mit 65 bin ich in Pension. Statt zu verkaufen, übernehme ich jetzt einen Teil der PR-Agenden für meine Frau und meine Tochter. Der Anfang wird mir leicht gemacht: ein Ex-Kollege von mir hat drei Webseiten geschaffen, die von mir fortan nur betreut werden müssen. Ich will aber die Details der Internetpräsenz bestmöglich weiter entwickeln. Daher besuche ich zunächst das Seminar "Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache". Dort lerne ich einiges, was ich verwenden kann und vieles, was ich nicht brauche. Ich erfahre jedoch, dass die Beurteilung eines Internet-Seite in drei Sekunden erfolgt. Wichtig ist also ein ansprechendes Bild und eine große Überschrift mit maximal 65 Zeichen zu zeigen. Kein Blocksatz wegen der Lesegeschwindigkeit! E-Mail-Adressen mit Endung ".at" (nicht ".com" oder ".de")! u.s.w. - u.s.f.
Am wichtigsten freilich sind Ideen, wie man eine Homepage attraktiv und interessant gestalten kann. Der Inhalt kommt sowohl bei "institut ina biechl" zur Bewerbung der Seminare meiner Frau als auch ihres Lehrgangs "trainingskompetenz" von ihr. Bei "Atelier Pinx" in Form von stets neuen Gemälden von meiner Tochter. Ab da beginnt meine Arbeit. Es ist eine Fleißaufgabe beim Aktualisieren und eine Herausforderung für die intuitive Gestaltung.
Zusätzlich zu meiner Arbeit als Webmaster finde ich Wege, E-Mail-Adressen für das Verteilen von Newslettern zu organisieren. Vor allem wichtig ist für mich, dass viele maßgebliche Mitarbeiter von Zeitungen und Zeitschriften dabei sind. Die Sprache ist ausschließlich Deutsch. Für die Bewerbung neuer Gemälde auf der Website meiner Tochter habe ich leider keinen Fundus an Adressen, dafür jedoch zusätzlich zur deutschen noch die englische und italienische Sprache.
Ein Teil der Homepage "institut ina biechl" ist den jährlichen Events des Vereins FFZ (Forum Feministische Zukunft) gewidmet. Ein vernünftiger Hinweis, nicht von den eigentlichen Agenden des Instituts abzulenken, veranlasst uns, die Seite dieses Vereins zwar nicht aufzulösen, aber nicht mehr direkt zugänglich zu belassen. Dasselbe Schicksal ereilt meine "Splitter", die auch nur mehr indirekt erreichbar sind. Allerdings publiziere ich diese - nach der Begutachtung durch meine Frau - wöchentlich an die 500 mir persönlich bekannten Adressaten. Dort ist der Link zu den derzeit 150 Episoden aus meinem Leben enthalten.
Was den aktuellen und effektivsten Teil der Promotion für die Agenden meiner Frau ausmacht, ist der wöchentliche Versand ihrer Essays "Ansichten & Einsichten", die sie aus ihrer mannigfaltigen Praxis gewonnen hat. Das vermittelt ihre Erfahrungskompetenz ganz unabhängig von irgendwelchen konkreten Angeboten.
Für mich als Facebook-Nutzer ist neben der Pflege der Verbindung zu Einzelnen aus meiner Kollegenschaft oder aus meinem Freundeskreis die Möglichkeit gegeben, für unsere oben angeführten Aktivitäten zu werben. Allerdings ist mir immer noch nicht klar, welche Option dafür am besten geeignet ist.
Ein besonderes "Ruhmesblatt" habe ich mir kürzlich erworben, als ich wieder einmal professionelle Fotos von den neuen Gemälden meiner Tochter machen wollte. Ich benützte ein Stativ und ließ mir betreffend der Lichtverhältnisse und Ähnlichem von einem Experten helfen. Als ich den Chip aus dem Fotoapparat herausholte, war kein einziges Foto darauf, auch beim zweiten nicht. Welche Blamage!



Trotzdem bin ich selbstbewusst genug, solche Vorkommnisse wegzustecken. Ich bin ungerührt in meinem Selbstvertrauen und setze auch jetzt wieder - und das meist erfolgreich - unbeschwertes Lachen im Umgang mit meinen Mitmenschen ein.

Ich danke Euch allen, die meine "Gschichterln" gelesen und mich zum Weiterschreiben ermutigt haben. Nun mache ich eine Sommerpause und überlege mir, aus allen diesen Splittern - wie von vielen angeregt - etwas Ganzes zu machen.

Egon-Greis

kostenfrei
Das ist das Feedback zu dieser Episode:
Titel-Tipps:

Brigitte:
"Ansichten und Einsichten meines Lebens"
"Lächeln ist der Schlüssel zu allen Menschen"
Hannelore:
"Toller Hecht mit Einsicht"


Kommentare (autorisiert):

Brigitte:
„Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener
Tag" - diesen Spruch habe ich seit Jahren vor meiner Eingangstüre
hängen. Du hast ihn bereits als Kleinkind praktiziert und hast damit
Erfolg gehabt. Bitte bleibe bei deinem unbeschwerten Lachen im Umgang mit deinen Mitmenschen."

Toni:
„Es ist bewundernswert, daß dir immer noch Episoden einfallen. Vorläufig aber einmal schönen Sommerurlaub – du bist offensichtlich dem alten Rhythmus Arbeit-Freizeit treugeblieben. Denke es macht schon Sinn, wenn man auch die Pension strukturiert."
Hannelore:
„Wir haben nun alles erfahren, was dein Leben so lebenswert und bewegt gemacht hat, manches konnte ich nachvollziehen, manches war mir vollkommen fremd, aber Gratulation für die schonungslose Einsicht der eigenen andersartigen Wege, die du manchmal gegangen bist. Jeder Weg ist hilfreich, obwohl wir nicht immer daran glauben, dass wir schon wieder etwas daraus lernen sollten. Danke auch Ina für das erfolgreiche Lektorat, das sicher auch für das Fließen des Textes und des Verständnisses wesentlich beigetragen hat."
Ernst:
„Danke für den erhellenden Blick hinter die Kulissen. Es fasziniert mich immer wieder, wie persönliche Gedanken und Ideen, die ich per Plattform meinem Publikum näher bringen will, ganz anders ausgelegt und verstanden werden. Genau das macht den Reiz aus und führt zu neuen Erkenntnissen. Es sind oft Kleinigkeiten, an die überhaupt nicht gedacht wird, die etwas ganz anderes entstehen lassen."