Episoden aus meinem Leben

39. Splitter - Ich bitte um einen aussagekräftigen Titel

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Es ist Sommer 1975, wir, meine Frau, unsere zwei Kinder und ich, genießen einen Urlaub in Ottenschlag im Waldviertel. Der kostet nicht allzu viel. Und - was uns besonders wichtig ist - unsere Sprösslinge im Alter von vier und zehn Jahren fühlen sich offensichtlich wohl in dieser ländlichen Idylle. Ich freue mich zudem darüber, dass meine Frau sich mit einem ihrer Hobbies, dem Pflanzen und Kultivieren von Gartenblumen befassen kann. Ich selber blühe auf, weil ich meine bastlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Ich konstruiere aus einigen Brettern und naturbelassenen Birkenästen eine Gartenbank mit zugehörigem Tisch. Allerdings muss ich zugeben, dass die Füße der Bank manchen Stolperer verursachen, wenn ein Ungeübter aufstehen will.

Ausflüge mit unserem Auto bereichern unser Ferien- respektive Urlaubsprogramm. Manchmal führen sie uns zu den Verwandten meiner Frau, Weinbauern in Strass im Strassertal. Natürlich bekommen wir dort einen ihrer Spitzenweine zu verkosten. Als Autofahrer konzentriere ich mich freilich auf ein paar Flaschen, die ich mir mitnehme.

Kutsche

Auf einer unserer gemeinsamen Wanderungen entdecken wir vor einem Bauernhof eine relativ gut erhaltene Pferdekutsche, die uns allen gefällt und speziell meine Lust zum Restaurieren anregt. Nach kurzem Feilschen kaufen wir die Kutsche. Der Bauer hat zwar kein Pferd aber einen Traktor, mit dem er uns diesen authentischen Landauer zustellt.

Unsere Kleinen toben darauf herum und haben großes Vergnügen dabei. Es ist eine Enttäuschung für sie, als ich beginne, das beinahe historische Gefährt zu reinigen und zu beizen. Zudem lackiere ich Stahlreifen, Naben und Bremsvorrichtung in Schwarz.


Als all das fertig ist, stellen wir das attraktive Produkt meiner Verschönerungsaktivitäten links vom Eingang zu unserer Mietwohnung auf, damit es jeder sehen kann. Jetzt ist natürlich auch die Phantasie meiner Frau angeregt und sie vereinbart mit mir, dass ich den Ladeteil der Kutsche so herrichte, dass man Blumen hinein pflanzen kann. Und dort, wo der Kutscher üblicherweise seine Füße hinstellt, kommt zusätzlich ein Blumenbeet aus Holz mit einer seitlichen Verkleidung aus Birkenästen.

Die Kutsche ist zu einem strahlenden Symbol der gemeinsamen Interessen unserer Familie geworden. Wir alle - besonders ich - sind sehr froh darüber.

Familie
kostenfrei
Das ist das Feedback zu dieser Episode:
Titel-Tipps:
Gerti:
„Bastler und Restaurateur“

Kommentare (autorisiert):
Gerti:
„Was der Mann alles kann!"